1%-Regel für Immobilien-Investments: Vorab-Screening, Mietquoten und Cashflow-Plausibilität
In der professionellen Immobilien-Akquise ist die 1%-Regel (One Percent Rule) das schnellste Daumenwert-Tool zur Vorfilterung lukrativer Rendite-Objekte. Bevor zeitaufwendige Detailprüfungen (Due Diligence, Grundbuch- und Teilungserklärungs-Analysen) durchgeführt werden, zeigt das Verhältnis aus monatlicher Kaltmiete und Kaufpreis sofort, ob das Objekt das Potenzial für einen positiven monatlichen Cashflow nach Zins und Tilgung besitzt. Die Erweiterung der Formel auf die gesamten Anschaffungskosten (inkl. Kaufnebenkosten und Sanierungsbudget) verhindert teure Fehleinschätzungen.
1. Die Kernformeln des 1%-Regel-Screenings
- Miet-zu-Kaufpreis Quote:
(Monatliche Kaltmiete / Kaufpreis) × 100 - Miet-zu-Gesamtkosten Quote:
(Monatliche Kaltmiete / Gesamte Anschaffungskosten) × 100 - 1% Ziel-Kaltmiete:
Kaufpreis × 0,01 - Bruttomietrendite p.a.:
(Jahreskaltmiete / Kaufpreis) × 100 = Quote % × 12
2. Drei Leitlinien für Immobilien-Investoren
Maximieren Sie Ihren Akquise-Erfolg durch sofortiges Aussortieren von Objekten unter 0,6 % Mietquote bei reinen Cashflow-Strategien, Einbeziehung realistischer Instandhaltungs- und Bewirtschaftungskosten (20 % bis 30 % der Kaltmiete) zur Absicherung des Reingewinns und gezielte Suche nach Mietsteigerungspotenzialen bei Objekten, die die 1%-Schwelle knapp verfehlen.