Der Faktor 1,2x: Was kostet ein Mitarbeiter wirklich?
Das mit dem Arbeitnehmer vereinbarte Bruttogehalt ist nur ein Teil der Wahrheit. Auf Unternehmensebene kommen gesetzliche Pflichtabgaben und Umlagen hinzu, die das Bruttogehalt im Schnitt um 20 bis 23 % erhöhen:
AG-Sozialabgaben (~19,9 %)
Der Arbeitgeber zahlt 50 % der Beiträge zu Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Umlagen U1, U2 & U3
Pflichtumlagen für Entgeltfortzahlung bei Krankheit (U1 bei bis zu 30 MA), Mutterschutz (U2) und Insolvenzgeld (U3).
Berufsgenossenschaft (BG)
Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zur Absicherung von Arbeits- und Wegeunfällen.
Echte produktive Arbeitsstunden kalkulieren
Ein Vollzeitmitarbeiter arbeitet auf dem Papier rund 2.080 Stunden im Jahr (52 Wochen × 40 Std.). Durch bezahlten Urlaub (ca. 30 Tage), Feiertage (ca. 10 Tage) und durchschnittliche krankheitsbedingte Fehltage verbleiben real oft nur etwa 1.550 bis 1.650 produktive Arbeitsstunden. Der echte Stundenkostensatz liegt daher spürbar über dem reinen Bruttolohn.