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Optimale Bestellmenge (EOQ / Andler)

Wirtschaftlich optimale Bestellmenge nach der Andler-Formel zur Minimierung von Lager- und Bestellkosten.

Hinweis: Alle Berechnungen und Angaben erfolgen ohne Gewähr. Dies stellt keine rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung dar. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Basis dieses Rechners getroffen werden, ist ausgeschlossen.
Deal-Szenarien:

1. Jahresbedarf & Beschaffungspreis

Warenwert: 300.000,00 €/J.
Stk.
/Stk.

2. Fixe Bestellkosten & Lagerhaltungskostensatz

5,00 € Lagerkosten/Stk./J.
%

3. Wiederbeschaffungszeit & Sicherheitsbestand (Reorder Point)

Tage
Stk.

💡 Andler-Prinzip (EOQ): Am Kostenoptimum sind die jährlichen Lagerhaltungskosten exakt gleich hoch wie die jährlichen Bestellkosten. Zu große Bestellmengen binden unnötig Kapital und erzeugen hohe Lagerkosten; zu kleine Bestellungen verursachen explodierende Bestellabwicklungskosten.

Optimale Bestellmenge (EOQ / Losgröße)
465 Stk.

Entspricht 25,8 Bestellungen pro Jahr (alle 14 Tage eine Order).

Meldebestand (Reorder Point):484 Stk.
Minimale Gesamtkosten:2.324,00 €/J.
Bestellrhythmus:alle 14 Tage
Bestellkosten / J.1.161,00 €25,8 Orders/J.
Lagerkosten / J.1.163,00 €Ø 233 Stk. Bestand
Relevante Logistikkosten2.324,00 €Lager- + Bestellkosten
Meldebestand (ROP)484Bestellung auslösen

Lager- & Beschaffungsökonomie: Die optimale Bestellmenge nach Andler beherrschen

In Handel, E-Commerce und industrieller Produktion ist die Bestellmengenoptimierung nach der Andler-Formel (Economic Order Quantity) das mathematische Fundament für schlanke Bestände. Das Modell balanciert den Zielkonflikt zwischen hohen Rüst-/Bestellkosten bei häufigen Kleinorders und hoher Kapitalbindung bei Großbestellungen perfekt aus.

1. Die Kernformeln der Losgrößenrechnung

  • Andler'sche Formel (EOQ): √((2 × Jahresbedarf × Fixe Bestellkosten) / Jährliche Lagerkosten pro Stück)
  • Jährliche Lagerkosten pro Stück: Einstandspreis × (Lagerkostensatz % / 100)
  • Optimale Bestellhäufigkeit: Jahresbedarf / Optimale Bestellmenge
  • Meldebestand (Reorder Point): (Tagesbedarf × Lieferzeit in Tagen) + Sicherheitsbestand

2. Drei Praxistipps für das Bestandsmanagement

Senken Sie Ihre Lagerkosten durch Automatisierung von Nachbestellprozessen zur Reduzierung der Fixkosten pro Order, dynamische Anpassung des Sicherheitsbestands an tatsächliche Lieferantenschwankungen und regelmäßige Überprüfung des kalkulatorischen Lagerkostensatzes bei steigenden Zinsen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was besagt die Andler'sche Formel zur optimalen Bestellmenge (EOQ)?

Die Andler-Formel (Economic Order Quantity, EOQ) ermittelt die exakte Losgröße, bei der die Summe aus fixen Bestellabwicklungskosten und laufenden Lagerhaltungskosten minimal ist: EOQ = √((2 × Jahresbedarf × Fixe Bestellkosten) / (Einstandspreis × Lagerkostensatz)).

Was passiert im Kostenoptimum der Andlerschen Formel?

Im mathematischen Optimum sind die gesamten jährlichen Bestellkosten exakt genauso hoch wie die jährlichen Lagerhaltungskosten. Bestellt man größere Mengen, steigen die Lagerzinsen überproportional; bestellt man kleinere Mengen, explodieren die Bestellkosten durch zu viele Einzelaufträge.

Welche Kosten fließen in den Lagerhaltungskostensatz ein?

Der Lagerkostensatz liegt in der Praxis meist zwischen 15 % und 25 % pro Jahr und setzt sich zusammen aus: Kapitalbindungskosten (Zinsen für gebundenes Geld), Miet- und Raumkosten, Energie & Klimatisierung, Versicherung, Schwund, Veralterung und Diebstahl.

Was ist der Meldebestand (Reorder Point) und wie wird er berechnet?

Der Meldebestand gibt an, bei welchem Lagerbestand eine neue Bestellung ausgelöst werden muss, um Lieferengpässe zu vermeiden: Meldebestand = (Tagesbedarf × Lieferzeit in Tagen) + Sicherheitsbestand.

Welche Annahmen und Grenzen hat das klassische EOQ-Modell?

Das Standardmodell nach Andler setzt einen konstanten Jahresbedarf, feste Einstandspreise ohne Mengenrabatte und sofortige Lieferbarkeit voraus. In der Praxis müssen Mengenstaffeln, Mindestbestellmengen (MOQ) und saisonale Nachfrageschwankungen zusätzlich berücksichtigt werden.

Wie lässt sich die optimale Bestellmenge senken, um Lagerkapital freizusetzen?

Die wirksamste Methode ist die Reduzierung der fixen Bestellkosten (z. B. durch EDI-Schnittstellen, automatisierte ERP-Bestellungen und Rahmenverträge) sowie die Verkürzung der Lieferzeiten der Lieferanten.

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