Echte Personalkosten und gesetzliche Lohnnebenkosten präzise planen
Bei der Einstellung von Mitarbeitern und der Budgetierung von Gehältern greift das Bruttogehalt zu kurz. Auf Unternehmen kommen verpflichtende Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung), Umlagebeträge nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (U1, U2, U3) sowie Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) zu.
~21 % bis 24 % Aufschlag
Gesetzliche Lohnnebenkosten addieren sich im Schnitt mit rund 21 % bis 24 % auf das vereinbarte Bruttogehalt.
Umlagen U1, U2 & U3
Schutz und Kostenerstattung bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (U1 bis 30 MA), Mutterschutz (U2) und Insolvenzgeld (U3).
BBG-Deckelung
Arbeitgeberanteile sind durch die Beitragsbemessungsgrenzen bei Top-Gehältern nach oben hin gedeckelt.
Übersicht der gesetzlichen Arbeitgeberanteile 2026
Die gesetzlichen Lohnnebenkosten setzen sich aus folgenden Teilpositionen zusammen:
| Kostenposition | AG-Beitragssatz | Max. Monatsbemessung |
|---|---|---|
| Gesetzliche Rentenversicherung (RV) | 9,30 % | 8.050,00 € |
| Gesetzliche Krankenversicherung (KV) | 7,30 % + halber Zusatzbeitrag (~1,25 %) | 5.512,50 € |
| Pflegeversicherung (PV) | 2,20 % (Sachsen: 1,70 %) | 5.512,50 € |
| Arbeitslosenversicherung (AV) | 1,30 % | 8.050,00 € |
| Umlagen (U1, U2, U3) & Berufsgenossenschaft | ca. 2,5 % bis 4,5 % je nach Kasse & Gefahrentarif | variabel |