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Freelancer Stundensatz Rechner

Ermittle, wie viel du pro Stunde verlangen musst, um deine Kosten zu decken und dein Wunsch-Netto zu erreichen.

1. Privater & geschäftlicher Monatsbedarf

Reines Auszahlungsziel.

Software, Steuer, Server.

GKV oder PKV Beitrag.

ETF, Rücklagen, Rente.

2. Arbeitszeit, Urlaub & Auslastung

ESt-Durchschnitt (meist ~30%).

Reale Kundenzeit (~70%).

Empfohlener Stundensatz

69.52 €

zzgl. USt. (inkl. 15 % Wagnis-Puffer)
Absoluter Mindestsatz

60.45 €

Zur reinen Kostendeckung
Nötiger Jahresumsatz

73.800 €

auf 1221 bezahlte Std./Jahr

Hinweis: Alle berechneten Stundensätze verstehen sich als Netto-Beträge zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Steuerberechnung stellt einen Näherungswert dar.

Warum einfache Stundensatz-Rechnungen oft in die Falle führen

Viele Gründer und Freelancer teilen ihr gewünschtes Monatsgehalt einfach durch 160 Stunden. Das führt fast immer zu Unterdeckung, da wichtige Kostenfaktoren übersehen werden:

Nicht-fakturierbare Zeit

Im Schnitt können nur 65 bis 75 % der Arbeitszeit bezahlt abgerechnet werden. Der Rest fließt in Akquise, Buchhaltung und Weiterbildung.

Volle Vorsorgelast

Als Selbstständiger zahlst du Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil der Kranken- und Pflegeversicherung sowie deine Altersvorsorge komplett allein.

Ausfall- & Wagnisrisiko

Urlaubstage, Feiertage und Krankheitstage werden nicht vergütet. Ein Puffer von mindestens 15 % fängt Projektlücken und Investitionen ab.

Muster-Kalkulationsschema: Vom Wunsch-Netto zum Stundensatz

Eine betriebswirtschaftlich fundierte Rückwärtskalkulation gliedert sich in folgende Bausteine:

KalkulationspositionErläuterungBeispielwert (Jahr)
1. Privater Netto-BedarfLebenshaltung, Miete, Familie (z. B. 3.500 € / Monat)42.000 €
2. Kranken-, Pflege- & AltersvorsorgeVolle Eigenabsicherung (~1.200 € / Monat)+ 14.400 €
3. Betriebsausgaben & FixkostenSoftware, IT, Steuerberater, Arbeitsplatz (~700 € / Monat)+ 8.400 €
4. Einkommensteuer & SolidaritätszuschlagGeschätzte Steuerlast auf den Gewinn+ 21.500 €
5. Wagnis- & Gewinnzuschlag (15 %)Rücklagen für Leerlauf & Reinvestition+ 12.945 €
Erforderlicher Jahres-Netto-UmsatzGeteilt durch 1.100 fakturierbare Stunden99.245 € (≈ 90,22 € / h)

Branchen-Benchmarks für Freelancer

In Deutschland liegen die durchschnittlichen Stundensätze für freiberufliche Software-Entwickler und IT-Berater meist zwischen 95 € und 130 €, im UX/UI-Design zwischen 75 € und 105 € und im Bereich Marketing/Copywriting zwischen 65 € und 90 €.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie berechnet man den realistischen Stundensatz als Freelancer?

Stundensatz = (Privater Finanzbedarf + Betriebsausgaben + Steuern + Vorsorge + Wagnisgewinn) geteilt durch die tatsächlich fakturierbaren Jahresarbeitsstunden. Als fakturierbare Stunden werden meist 900 bis 1.200 Stunden pro Jahr angesetzt.

Wie viele Arbeitsstunden kann ein Freelancer pro Jahr tatsächlich abrechnen?

Von nominell 2.080 Jahresstunden (52 Wochen × 40 h) entfallen rund 450 Stunden auf Urlaub, Feiertage und Krankheit. Von den verbleibenden rund 1.630 Stunden können durch Akquise, Buchhaltung, Angebote, IT-Administration und Weiterbildung realistisch nur ca. 65 % bis 75 % (rund 1.000 bis 1.200 Stunden) direkt an Kunden fakturiert werden.

Welcher Puffer sollte für Wagnis und Gewinn eingeplant werden?

Es wird empfohlen, einen Gewinn- und Wagniszuschlag von mindestens 10 % bis 20 % auf die Gesamtkosten aufzuschlagen, um Zahlungsverzüge, unbezahlte Leerlaufphasen zwischen Projekten und unternehmerische Investitionen abzufedern.

Wie rechnet man den Stundensatz in einen Tagessatz um?

In der B2B- und IT-Beratung entspricht ein Standard-Tagessatz 8 fakturierbaren Projektstunden (Stundensatz × 8). Bei mehrtägigen oder langfristigen Aufträgen werden gelegentlich Paketpreise oder Staffelungen vereinbart.

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